05 Juni 2014

Namibia — wir bleiben noch . . .

13. März bis 17. April 2014

Gemeinsam geht es Richtung Naukluft National Park, Gudrun und Volker im Miet-4 x 4 mit Dachzelt, wir wie gewohnt im Toyo. Anfangs begleitet uns noch die Sonne, dann ziehen immer dunklere Wolken in den Bergen auf. Bei der Namibgrens Lodge schüttet es so, dass wir beschließen, doch noch den Spretshoogte Pass hinunterzufahren.
Blick vom Spretshoogte PassCamp Gecko

Camp Gecko heißt uns mit Kaffee willkommen, wir warten hier den Regen ab, fahren zur campsite hoch und grillen sogar ohne Regenschirm. Morgens müssen wir allerdings naß einpacken.

Solitaire — Begegnung!Noch schöner aus der Nähe.
Beim Zwischenstop in Solitaire bleibt es einigermaßen trocken, bis Büllsport ist heftiger Regen wieder unser Begleiter. Ein trockenes Zimmer lockt, nach einigem Zaudern fahren wir doch zum Naukluft Camp hinauf. Der neue Tag empfängt uns mit Sonne, die klammen Zelte und durchgefeuchteten Matrazen werden trocken.

Wir wandern auf dem Waterkloof Trail, bis uns Pools zum Bade einladen.
Die Naukluft-WandererErfrischende Badegumpen in der NaukluftOrdentliche Weber!
Erfrischt und ausgeruht machen wir uns auf den Rückweg, sind am Camp froh, keine marodierenden Paviane vorzufinden. Nachts kriechen wir glücklich in unsere Daunenschlafsäcke, die Gudrun und Volker uns mitgebracht haben.

Über den Gaub- und Kuiseb-Pass – beide Reviere laufen – gelangen wir zum Aruvlei Camp.

Aruvlei: Henno Martins Blick in die Ebene?Auf den Spuren Henno MartinsAm Kuiseb Canyon
Nach der Beschreibung in dem Buch „Wenn es Krieg gibt gehen wir in die Wüste“ (unser Besuch hat es dabei) ist Aruvlei wiederzuerkennen. Dies ist eine der Stationen von Henno Martin und Hermann Korn bei ihrer Flucht vor Kriegseinsatz und südafrikanischer Internierung. Auch den Platz, wo die beiden Geologen gelebt haben, suchen wir auf. Kaum vorstellbar, hier fast drei heimliche Jahre durchzustehen.

Im Tsaobis Nature Reserve gesellen wir uns zum Treffen des deutschen Sahara-Club e.V., wo neben Stina und Turi (Westroute) viele andere Wüstenreisende regen Austausch pflegen.
Tsaobis EntrancePad im Tsaobis Nature ReserveStina und Turi

Nächstes Ziel ist die Farm Wüstenquell. Die kleine Pad dorthin ist zum Teil ausgewaschen, auch sandig oder steinig und führt durch Berge und offene Savannenlandschaften. Das Camp auf dem Farmgelände gefällt uns besonders wegen der freien Lage und der wunderschönen Aussicht ringsherum.
Papertree CampEuphorbie beim Campnoch nicht bestimmt . . .
auch noch nicht bestimmt!ChamaeleonWuestenquell-Impression

Welwitschia M.1000 Jahre?
Das Gegenteil bietet sich dann bei den National Park Camps am Welwetschia Trail und am Swakop River. Dort zerstört die Minenindustrie die Landschaft und auch die Camps. Wir nutzen deshalb unsere Camping Permits nicht und fahren enttäuscht weiter nach Swakopmund. Freundlich hören sich Vertreter des National Park Office unsere Beschwerde an und meinen schließlich, daß man diesen Teil des Parks aus dem Permitverfahren herausnehmen sollte.

Gudrun und Volker bleiben noch an der Küste. Wir kurven über den Bosua Pass nach Windhoek, um Britas und Peters siebzigsten Geburtstag.

Am Brandberg kommen wir wieder zusammen. Es ist tropisch schwül und heiß, der Zufluß zum Ugab ist sogar kräftig gelaufen. Am Swimmingpool des White Lady Camp verbringen wir einen Nachmittag bei Rock Shandy und langen Gesprächen.

Wieder einmal ist Etosha das nächste Ziel – diesmal jedoch durch die lange Jahre nur für gebuchte Touren geschlossene Westseite. Morgens um 7.30 h geht es durch das Galton Gate, und schon wird der Weg zum Dolomite Camp zum Game Drive.
Nur eine Nacht konnten wir buchen, so ist es schön, dass wir schon um zehn Uhr einchecken können.

Chalet auf DolomitePool!!
Die Chalets liegen auf einem Bergkamm über der Savanne, das Ambiene ist gediegen.

Man legt uns nahe, nach Einbruch der Dunkelheit nicht zu Fuß durch das Camp zu gehen, sondern das Camptaxi anzufordern. Am späten Nachmittag verstehen wir warum: die sechsmonatigen Leoparden, deren Mutter nicht weit entfernt sein konnte, begegneten uns auf dem Weg vom Restaurant zum Chalet!
Leopard Cups

Und nun zum Wetter: Der Early Morning Tea auf unserer Terrasse mit Weitblick fällt aus wegen Kälte, Sturm und Regen.

Das wirklich gute Frühstück entschädigt und stärkt für die nun folgenden 180 km Richtung Osten, nach Okaukuejo.
Und wir werden belohnt: Springböcke, Zebras, Giraffen, Oryx in großen Herden; sogar Elefanten und Löwen sowie Riesentrappen können wir beobachten.
Elephant in MustZebrasGelobt das Design!
Riesentrappe2 Löwen - Rivalen? Einer humpelt.

Noch einmal übernachten wir in Weavers Rock, freuen uns an Lage und Gastlichkeit.
Omatako-GipfelFahrt nach Süden, vorbei am Omatako

Dann besuchen wir als letzte Station unserer gemeinsamen Reise die Düsternbrock Farm. Gemütliches Kochen und Lagerfeuer beschließen den Abend.
Morgens können wir Geparden und Leoparden in vergleichsweise naturnaher Haltung bei der Fütterung beobachten.
GepardLeopardLeopard, satt.
Farm-Toyo
Nach erfolgreicher Pirsch: Die Kinder des Fahrers waren mit von der Partie.

In Windhoek bleiben uns noch zwei ruhige Tage zusammen, dann heißt es Abschied nehmen, aber nur bis zum 18. Juni 2014.

♢♢♢


Die folgenden Tage vergehen wie im Fluge, wenn wir unsere „Wohngemeinschaft“ mit Stina und Turi pflegen, die Stadt besichtigen oder mit anderen Reisenden klönen.
SquatterviertelSquatterhutsGoethe-Institut
Vor wem soll das Goethe-Institut geschuetzt werden?

Verdraengt: Lettow-VorbeckSamuel Nujoma!
Indipendence Mem. Mus.Independence Mem. Mus.
Das Independence Memorial Museum: Von Südwestern "Kaffeemaschine" genannt. Südwesterhumor?

Dann wieder packt uns die Ungeduld, wenn wir über Onlineformularen für Flugbuchungen brüten und beim finalen Bezahlen das Airline-System aussteigt. Auch die Kommunikation mit verschiedenen Schiffsagenten steht an. Schließlich sind Rückflug und Verschiffung unter Dach und Fach.
Inzwischen hat der Herbst in Windhoek Einzug gehalten, wir sitzen gerne in der Sonne und lassen uns den Pelz wärmen, träumen davon, daß in den weiter südlich und tiefer gelegenen Gebieten der Kalahari zumindest tagsüber freundliche Temperaturen herrschen.
Farmstraße zum CampFarmerfamilieFarmcamp "Autabib"
Verblüffende Unkompliziertheit: Wir werden zum Camp geschickt, mit "Enjoy!" verabschiedet sich die Farmerfamilie in den Urlaub (ins Damaraland, 4x4, versteht sich . . .).

Monument und NestMonumentWeaver nest: Mietskaserne
Auf dem Weg nach Mata-Mata

In der Tat brennt die Sonne südlich von Gochas beim Red Dune Camp noch sehr heiß. Wir ziehen von der Düne mit Aussicht in den schattigeren Campsite im Farmhof und verbringen vier entspannte Tage auf „Tranendaal“.
Auf der roten DüneAbendstimmung auf der roten Düne

Die Fahrt geht weiter entlang des Auob-Rivier bis Mata-Mata. Schade, keine Chance auf Camp im Kgalagadi Nat. Park an dieser Stelle – fully booked wird uns beschieden.
KalaharipisteGenuußfahren!
Durch weites Kalahari-Farmland bringt uns die Piste um den Park herum bis nach Rietfontein in Südafrika.


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