22 Januar 2008

Indien - Gujarat und Diu

Sylvester & Neujahr, 20. Dezember 2007 bis 3. Januar 2008

Ueber Rajkot geht es in den Suedwesten Gujarats, der oekonomisch am schnellsten und ungezuegelsten wachsenden Bundesstaat Indiens. Und noch nie haben wir ueber Hunderte von Kilometern Industrieanlagen dieser Groesse und jeder Produktionsrichtung gesehen samt allen damit verbunden Umweltverschmutzungen!!
Sichtweiten von nur 100 bis 200 Metern, Gestank, rote brennende Augen, Husten, juckende Haut von den Feinstaeuben. Und wir fahren ja nur durch! Die Menschen hier leben mittendrin, bemehlte Haeuser und Felder, auf den Zaeunen am Highway haengt die Waesche zum Trocknen.
Hin und wieder fluechten wir in Raststaetten, die saubere, kuehle Raeume und leckeres Essen bieten vor der flirrenden, staubigen Hitze gerade auch der Salzpfannen.
Bei Porbandar weitet sich der Horizont ploetzlich, das Arabische Meer glitzert in der Sonne!
Und dass wir dann fuer die Nacht noch einen ruhigen Platz am Strand finden (Luft ablassen noetig), macht das kleine Glueck perfekt. Die Brandung klingt herueber, Vanellus indicus (ein Kibitz) ruft wie immer in der mondhellen Nacht – seit Nepal staendiger Begleiter – das aus Rajasthan ins von der Prohibition geschlagene Gujarat mitgebrachte Bier ist kalt.

Vor Diu dann Massen von ausgelassenen Menschen auf der Strasse: Die Siegesfeiern fuer den Gewinner Modi bei Gujarats Wahlen lassen uns die Route aendern, denn in den Staedten ist kein Durchkommen mehr.
Diu, bis 1961 portugiesisch, erlebt den Ansturm der Gujarater zu Weihnachten und Sylvester, da in dieser Enklave Alkohol ausgeschenkt wird, der noch dazu billiger als in den anderen Bundesstaaten ist. Der Ort ist voller Tata- und Mahindrajeeps und Busse, alle Uebernachtungsplaetze ausgebucht; trotz des Gedraenges bleibt die Atmosphaere entspannt.
Wir treffen, wie verabredet, Susanne und Michael aus der Schweiz wieder und andere Overlaender (alle ueber Iran/Pakistan), stehen frei am Strand. Die Einheimischen kennen das, die Polizei registriert uns und passt auf. Nur die Gujarater Touristen sind z.T. wieder extrem neugierig und anstrengend.
Sylvester sitzen wir am Lagerfeuer mit indischem, trockenem Sekt um Mitternacht, die Inder lassen es auch schoen krachen, sie lieben Feuerwerk zu allen Gelegenheiten, und dann kehrt bald wieder Ruhe ein am Strand.

Bilder unter . . .

Mehr Bilder aus Diu: Landschaften, Marktszene, Cappuchino + Schwarzwaelder Kirsch (!), Camp in Diu, noch Neujahrsfeierlichkeiten, Hochzeitsfeier in Vadodara, Bestattungsszene












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