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26 August 2007

Rundreise Kirgistan bis zur Grenze Chinas

Heute, am 26. August 07, verlassen wir Bischkek in Richtung Issyk-Kol-See und in den Zentralen Tien-Shan, in die Berge.
Nun kann es wieder eine Weile dauern, bis wir ein Internet-Cafe finden und weiter berichten koennen.





25 August 2007

Aber nun geht es los . . .

durch die UKRAINE

Seit 18. Juli an sind wir mit unseren Autos nach Suedosten unterwegs, was fuer die naechsten 6000km im wesentlichen so bleiben wird. Richtung Krakau (PL) zunaechst und weiter zur Ukraine. Die Grenze passieren wir in der EU-Spur am 20. Juli ohne buerokratischen Aufwand und koennen unsere Uhren das erste Mal eine Stunde weiter stellen. Abends erreichen wir Lviv. Von dort weiter nach Kiev am Djeper, Charkov, Luhansk und Krasnodon zur russischen Grenze.
Schoene Flusscamps mit Baden, heftige Gewitter am Morgen und stoisch, mit Regenmaenteln und Gummistiefeln angetan, ihre Kuehe zur Weide treibende Menschen waren typisch fuer diesen Reiseabschnitt. Alle Menschen, die wir um Auskuenfte bitten, sind sehr hilfsbereit und zugewandt. Essen kein Problem, da es ueberall kleine Truckstopps und Gemuesestaende gibt und auch die VISA-Karte kann an ATMs genutzt werden. LKWs mit dunklen Russwolken ueberall, umso ueberraschter waren wir, in eine Abgaskontrolle zu geraten! Mit Plakette bekommen wir bestaetigt, dass unsere Autos sauber sind!!
Die Staedte sehen aus wie die frueher in der DDR, mit ganz modernen Abschnitten, sind sehr umtriebig und schnell, und Kiev hat uns eingeladen zu bleiben, so interessant wirkt es bei unserer Durchfahrt im Altstadtbereich mit der Riesenbruecke spaeter ueber die Djeper. Next time ...



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24 August 2007

Die Seidenstrasse - alter (Jugend-) Traum - jetzt tatsaechlich wahr geworden!


Auf dem Weg ins Mt.-Everest-BaseCamp

Seit uns 2002 auf der Reise durch den afrikanischen Kontinent von Sueden nach Norden schliesslich Sudan, Saudiarabien, Jordanien, Syrien und die Tuerkei begeistert hatten, war der Traum von der Seidenstrasse, wenn auch noch sehr diffus, wieder gegenwaertig.
Schliesslich reifte der Entschluss, 2007/08 wieder ein Jahr Auszeit zu nehmen. Bei zahlreichen Diskussionen persoenlicher Vorlieben, politischer Faktoren und des machbar Erscheinenden aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen, kristallisierte sich der Gedanke heruaus: nach Osten muss es gehen . . . Je mehr Informationen wir sammelten, desto aufregender fanden wir die Vorstellung mit unserem Landcruiser HZJ 78 Teile der Seidenstrasse und Zentralasien fuer uns zu entdecken. Bei genauem Studium von Kartenmaterial erschien uns dann China auch gar nicht mehr soweit, und nur noch einen Katzensprung weiter Nepal und Indien. So schien Tibet auch in Reichweite gerueckt, der zweite Traum!
Ab Januar haeuften sich Karten, Reisefuehrer, ausgeliehene Bildbaende in der Wohnung, das Internet wurde Ulis staendiger Partner. Informationen ueber die VISA-Beschaffung, Impfungen, zweiten Pass, Autovorbereitung etc. liefen ein. Die genaue Routenplanung fuer die VISA-Staffelung der verschiedenen Laender lief an, einschliesslich praeziser Zeitschiene fuer Polen, Ukraine, Russland, Kasachstan, Usbekistan (Einreise ueber Qarakalpakstan), Kirgistan, China/Tibet, Nepal und Indien mit Streckenabschnittberechnungen usw. - Unterlagen bei den verschiedenen Agenten bereits im Maerz/April eingereicht.

Gleichzeitig suchten wir nach Reisepartnern, zumindest fuer Teilabschnitte der Reise, im Besonderen fuer Tibet, da sowohl fuer die Streckenfuehrung dies angeraten schien als auch z. T. wegen der Kosten. Wir hatten schon fast aufgegeben, als unser China-Agent den Kontakt mit Armin vermittelte. Armin und Uli hatten dann Gelegenheit, sich kurz kennenzulernen, und im Juni war klar: Armin kommt mit auf Landrover Defender 110 TD5. Die Erleichterung auf allen Seiten war gross, gerade auch bei Familien und Freunden, die aus ihrer Sorge ueber unseren Alleingang keinen Hehl machten. Auch die Genehmigung fuer Tibet war dadurch erleichtert, da inzwischen zwei Autos Voraussetzung geworden waren.

Mit Armin haben wir uns dann auch schnell ueber den Ablauf der Reise einigen koennen: der Mythos Tibet hatte uns alle in den Bann geschlagen mit Bildern von unendlichen Landschaften und Himmeln, Paessen in 5300 m Hoehe, Gebetsfahnen im Wind, Tibetern mit Yaks...So war uns allen wichtig, sicherzustellen, dass wir am 7. September 2007 am Torugartpass die Grenze von Kirgistan nach China erreichen. Polen, die Ukraine, Russland und auch Kasachstan wollten wir quasi als Transitstrecke betrachten. In Usbekistan warteten die Perlen der Seidenstrasse auf uns: Khiva, Buchara, Samarkand und Sharisabs, fuer die wir uns Zeit lassen wollten. Kirgistan lockte mit seinen Naturschoenheiten und sollte auch der Hoehenakklimatisation dienen.

Peut-a-peut wurde das Auto vorbereitet, mit Dachtraeger fuer ein zweites Reserverad und alles, was nicht ins Auto passt, verstaerkte Blattfederpakete, neue Stossdaempfer, Heckmarkise etc, verbunden mit entsprechenden Reisen durch die Republik, da Berlin definitiv kein Landcruiser-Land ist!
Schliesslich, am 11. und 12. Juli, lagen dann auch alle VISA samt Genehmigungen fuer Tibet vor, die Schule war zu Ende und wir begannen endlich zusammen, den Landcruiser vom Umzugsauto in ein Reisemobil zu verwandeln.
Armin mussten wir sogar um drei Tage vertroesten, der dies mit Fassung trug und noch ein Wanderwochenende einlegte - ein gutes Zeichen, fanden wir!
Wir danken hier allen unseren Freunden, die uns in der letzten heissen Phase mit Rat und tatkraeftiger Hilfe wie auch Zuspruch zur Seite standen, wenn die Nerven blank lagen.