weCruise Karin und Uli unterwegs

Durch die Midlands zum Zambezi

18. November 2023
Der Sambesiflussvergrößern

Von Bulawayo fahren wir über Gweru in den Midlands bis hinauf an den Zambezi nach Chirundu, der Grenzstadt zwischen Zimbabwe und Zambia, geteilt vom Zambezi.

Die Warnung „Beware of Crocodiles“ findet sich praktisch an allen Flüssen, die wir bislang auf unserer Reise besucht haben.

Wo finden wir den nächsten reizvollen Übernachtungsplatz?

Ntando und iOverlander empfehlen den Antelope Park als nächstes Camp. Gweru in den Midlands ist also die Richtung. Ein landschaftlich sehr erholsam gelegener Platz mit vielen Tagesbesuchern und auch einem kommerziellen Overlander Truck (Nairobi nach Cape Town).

Nur die schnellen Meerkatzen erfordern höchste Aufmerksamkeit, sonst sitzen sie im Auto und sind mit Beute weg, so schnell kann man gar nicht gucken. Zwei Minuten Ablenkung: Eine Avocado müssen wir abgeben.

Der Übernachtung bei Lion's Den Camp am Angwa See folgt dann der Weg nach Chirundu.

Der Abstieg über das Escarpment zum Zambezi präsentiert sich steil, kurvenreich und für Trucks als eine echte Herausforderung. Die Landschaft und Vegetation wechselt von trocken nach subtropisch. Eine tolle Strecke; nur bedeuten 800 Höhenmeter hinunter eben auch Eintauchen in schwüle Hitze. Gestern noch freundliche 32 Grad, jetzt 42 Grad!!

Dann checken wir in der Tiger Safari Lodge ein (nein, keine Tiger hier, aber kompetitives Angeln von Tigerfischen). Gut, dass eine kräftige Brise durchs Camp mit Zambezi-Blick weht. Durchs das Lodgegelände wandern Elefanten, Hippos, Ginsterkatzen, Buschböcke, Warzenschweine und Büffel.

Gegen die Meerkatzen bekommen wir eine Wache mit Katapult, während in den anderen Lodgebereichen Luftdruckgewehre ohne Munition zum Einsatz auch gegen Paviane eingesetzt werden.

Besonders schön auch hier die Hadeda Ibisse im Fluge zu sehen. Mit ihren rauen Rufen sind sie etwas Vertrautes, denn seit unserer Ankunft vor einem Jahr in Cape Town hören wir sie immer wieder, als würden sie uns begleiten auf unserer langen Reise. Wüsten meiden sie, überholen uns aber bald wieder.

Und unser neuer Wecker heißt Crested Francolin. Noch lauter, schriller und misstönender – kaum vorstellbar – als das Red-billed Spurfowl kündigt es den Sonnenaufgang um etwa 4:30 Uhr an. Verschlafen ist nicht drin. Die Erinnerung an den Sonnenuntergang finden wir da doch angenehmer. Die Vögel bitte recherchieren, mit „Gesang“!

Hier am Zambezi bei WLAN im Barbereich sitzen wir nun drei Tage und arbeiten. Der Blog will doch mal in Gang kommen . . . Zwischendrin trinken wir Unmengen Wasser und auch Zambezi-Bier.

Am vierten Tag ruhen wir aus, planschen im lauwarmen Pool, korrigieren nach und freuen uns über Besuch.

Etwas Unbehagen verursacht die Grenze weniger wegen der Papiere, sondern wegen der von Lodge-Betreibern und in Reiseliteratur (analog und digital) beschriebenen unübersichtlichen Reihenfolge der Abfertigung – da müssen wir halt durch.