weCruise Karin und Uli unterwegs

Wildlife, Massai & Expats

5. January 2024
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Ngorongoro!!!

Vor 20 Jahren haben wir uns dieses Highlight verkniffen – diesmal sind wir dabei.

Wir fahren nicht mit dem eigenen Auto in den berühmten Ngorongoro Crater, sondern können uns kurz entschlossen mit einer buntgemischten Gruppe im Safariauto kutschieren lassen.

Am Lake Natron

treffen wir Conrad mit seiner Familie wieder, den wir bereits im Migombani Camp kennengelernt haben. Er hat uns auch geholfen, die schnelle Buchung für das Naturschutzgebiet auf das Smartphone zu bekommen.

Unser gemeinsames Ziel am Lake Natron war Engaresero Village am südlichen Zipfel des Sees. Neben der kostenpflichtigen Buchung für das Gebiet zahlt man am Eingang noch einmal einen Betrag für die lokale Verwaltung. Jeder Ausflug von der Unterkunft wird von einem autorisierten Massaiführer begleitet, der im Rotationsverfahren durch die Gemeinschaft zugeordnet wird. Die Kosten für diese Exkursionen fließen in einem gemeinsamen Topf und werden dann monatlich auf die Führer verteilt. So trägt der Tourismus wenigstens einen kleinen Teil zum Einkommen der Massai bei.

Die Lage der Massai wird mit jedem Jahr schwieriger – da scheint es wenig zu helfen, dass die FAO der UN das Gebiet als Erhaltenswertes landwirtschaftliches Produktionssystem von globaler Bedeutung (GIAHS) eingestuft hat. Es lohnt sich, die Internetseiten engaresero.org anzuschauen und selbst weiter zu recherchieren.

Wir unternahmen eine geführte Wanderung zu einem Wasserfall. Der Weg führte durch eine Schlucht und erforderte mehrere Querungen des Flusses, der ganzjährig die Wasserversorgung der örtlichen Massai sichert und auch den Lake Natron speist. Unser Führer erläuterte uns kompetent die Situation in Engaresero und ist selber auch engagiert, den Massai auf Regierungsebene Gehör zu verschaffen.

Die Gegend um den Lake Natron beeindruckt auch durch den ca. 2900 m hohen Ol Doinyo Lengai und die umliegende Steppenlandschaft.

Der See selbst ist der größe Sodasee im Riftvalley, hat aber um diese Zeit Ebbe.

Auf dem Weg nach Kenia übernachten und essen wir in der Pizzeria Blue Heron (super Pizza!), wo auch das Foto der fußballspielenden Kinder im Garten entstand. Conrad besuchen wir in Arusha und freuen uns über die Einblicke, die der erfahrene GIZ-Projektleiter mit uns teilt.

Nach einer Kaffeepause in Moshi, das Auto gut bewacht, machen wir uns auf den Weg zur Kilimandscharo Ring Road. Auf der Strecke erwischen uns die Regenfluten so, dass wir gerade noch eben bei der Simba Lodge auf den Platz gelangen. Der Berg steckt auch am nächsten Tag noch in dunklen Wolken. Die Coffee Tree Lodge, unser letztes Camp in Tanzania, liegt erfreulicherweise nur im dicken Nebel.